Johann Gottfried Schadow

1764
20. Mai Johann Gottfried Schadow wird in Berlin als Sohn des Schneidermeisters Gottfried Schadow aus Saalow und dessen Frau Anna Katharina Nille aus Mellen geboren; getauft wird er in der Jerusalemer Kirche, (jüngere Geschwister: Rudolf, Christiane, Charlotte, Hanna). Zusammen mit dem Bruder Rudolf Besuch des Gymnasiums zum Grauen Kloster.

1776
Erster Zeichenunterricht bei Giovanni Battista Selvino.

1777
Im Frühjahr Abgang von der Schule, um von Marie-Edmée Tassaert (1736-1791) im Zeichnen unterwiesen zu werden.

1778
Im Herbst Entscheidung für den Beruf des Bildhauers: Schadow wird Schüler des Hofbildhauers Antoine Tassaert (1727-1788).
Beginn der Ausbildung an der Berliner Akademie der Künste und Besuch der Aktklasse.

1783
Besoldeter Gehilfe in der Werkstatt Tassaerts; erstes Modell zur Büste der Henriette Herz.

1785
Im Mai mit seiner Braut Marianne Devidels fluchtartige Abreise aus Berlin, ab Juli in Rom.
5. August Übertritt zum Katholizismus, 24. August Eheschließung.
Vorübergehender Besuch des Aktsaals der Privatakademie Alexander Trippels (1744-1793).
Studien nach Antiken. Freundschaft mit Antonio Canova (1757-1822).

1786
Im Juni erfolgreiche Teilnahme am Concorso Balestra, Schadow erringt den 3. Preis.
9. Juli Geburt des ersten Sohnes Ridolfo, des späteren Bildhauers.
17. August Tod Friedrichs II. von Preußen; Friedrich Wilhelm II. wird preußischer König.
Schadow schickt Entwürfe zu einem Friedrich-Denkmal nach Berlin.
Akademiekurator Friedrich Anton Freiherr von Heinitz (1725-1802) setzt sich für Schadows Rückkehr ein.

1787
Im Herbst Heimreise, am 5. November Ankunft in Berlin, Wohnung in der Rosenthaler Straße, später in der Neuen Münze in der Spandauer Vorstadt, in der er seine Werkstatt einrichtet.
Rücktritt zum Protestantismus.
Anstellung bei der Porzellanmanufaktur.

1788
21. Januar Tod des Hofbildhauers Tassaert; dessen Auftrag zum Grabmal des Grafen Alexander von der Mark wird Schadow übertragen.
26. Januar Berufung zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste, Lehrer der Bildhauerkunst und einer der fünf Rektoren.
11. Februar Tod des Vaters.
Im Mai Reise zu den schlesischen Steinbrüchen.
6. September Geburt des zweiten Sohnes Wilhelm, des späteren Malers.
Im Herbst Ernennung zum Chef der Hofbildhauerwerkstatt als Nachfolger Tassaerts, ebenso zum Direktor der Skulpturen beim Oberhofbauamt; in dieser Eigenschaft zahlreiche Entwürfe und Modelle, u. a. zu den Reliefs in den Königskammern des Berliner Schlosses (1788-1791).

1789
Auftrag zur Quadriga auf dem Brandenburger Tor.
Entwürfe zu Reliefs im Kleinen Marmorsaal des Berliner Schlosses.

1790
Im Frühjahr erste Entwürfe zum Zieten-Denkmal (1794 auf dem Wilhelmplatz in Berlin enthüllt).
8. April Aufnahme in die Loge Royal York de l‘ Amitié.
Im Herbst Kauf eines Kossätenhofes in Französisch-Buchholz als Sommeraufenthalt.
24. Oktober Schwester Christiane heiratet Professor Friedrich Wolff.

1791
31. Januar Kabinettsordre Friedrich Wilhelms II. zum Berliner Friedrich-Denkmal; Minister von Heinitz erwirkt in diesem Zusammenhang für Schadow eine Studienreise von August 1791 bis Januar 1792 nach Kopenhagen, Stockholm und St. Petersburg zwecks Erkundung moderner Gusstechniken.
Im April Entwürfe zum Standbild Friedrichs II. in Stettin (enthüllt 1793).
27. Dezember Ernennung zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste Stockholm.

1792-95
Arbeiten am Brandenburger Tor (Attikarelief, Metopen, Figuren und Reliefs in den Durchfahrten, Quadriga).

1793
Auftrag zum plastischen Schmuck am Grabmal des Generals von Tauentzien in Breslau.
1. Oktober Ernennung zum ordentlichen Mitglied der Kunstakademie Kopenhagen.
24. Dezember Vermählung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (III.) mit Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz.

1794
Büsten des Kronprinzenpaares und der Ehefrau Marianne.
Im Juni/Juli Reise nach Wörlitz, Dessau und Dresden. In Dresden erstmals Studien in der Mengsschen Abguss-Sammlung und der königlichen Antikensammlung.
Relief „Huldigung der Musen und Grazien vor Apoll“ für das Potsdamer Schauspielhaus.

1795
Um 1794/1795 zahlreiche Aufträge zu Grabmälern (u.a. für das Ehepaar Darjes in Frankfurt/Oderund für Friedrich Wilhelm Schütze in Schöneiche bei Berlin (in Marmor, vollendet 1797).
Gipsmodell zur Doppelstatue der Kronprinzessin Luise und ihrer Schwester Friederike.

1796
6. Januar Ordre des Königs zur Ausführung der Prinzessinnengruppe in Marmor (vollendet 1797).
Studien zum Tänzerpaar Viganò.

1797
Liegefigur der „Nymphe Salmacis“ als erstes freies Marmorwerk (verschollen).
Entwürfe zum Epitaph des Prinzen Louis von Preussen (nicht ausgeführt).
Stichfolge des Viganò-Zyklus.
28. Juli Tod der Mutter.
16. November Tod Friedrich Wilhelms II.; Friedrich Wilhelm III. wird König von Preussen.
Der Plan zum Denkmal Friedrich II. wird storniert.

1798
Im März Auftrag zum Marmorstandbild des Fürsten Leopold von Anhalt-Dessau (vollendet 1800).
Mehrere Büsten der Königin Luise und deren halblebensgroße Statue mit dem Apfel (verschollen).
Im Juni Reise nach Dresden. Im August Zusammentreffen mit Antonio Canova in Berlin.
1798-1800 Relieffries am Münzgebäude.

1799
Schadows Schwester Charlotte wird erste Kammerfrau der Königin Luise.

1800
Ausführung der Reliefs am Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt.
Aufstellung des Standbildes des Fürsten Leopold von Anhalt-Dessau.
Eine Folge von Entwurfszeichnungen für die Königliche Porzellanmanufaktur (Pfeifenköpfe).

1801
7. Februar Tod Daniel Chodowieckis, Johann Christoph Frisch wird als Nachfolger Direktor der Akademie der Künste.
Schadows Entgegnung in der Zeitschrift „Eunomia“ auf Goethes Kritik an der Berliner Kunst.
Entwürfe zum Grabdenkmal für den Grafen von Arnim (1803 in Marmor vollendet).
Statue der Friederike Unger als „Hoffnung“ (Kriegsverlust).

1802
13. Mai Tod des Akademiekurators Freiherr von Heinitz.
Erwerb eines Grundstücks in der Kleinen Wallstraße (heute Schadowstraße).
17. September bis 10. Oktober Reise über Dessau, Halle, Naumburg nach Thüringen;
in Weimar Begegnung mit Goethe.
Bildnisbüste Christoph Martin Wielands.
Schadows Aufsatz „Die Werkstätte des Bildhauers“ erscheint in der Zeitschrift „Eunomia“.

1803
Entwurf zum Relief „Das Walten der Feldärzte“ für die „Pépinière“ (ausgeführt von Christian Daniel Rauch (1777-1857)).
23. August Grundsteinlegung zum Bau seines Hauses in der Kleinen Wallstraße und Entwürfe zu Reliefs dafür (1803-1805).

1804
Im Mai Begegnung mit Schiller in Berlin.
12. November Einweihung der Werkstatt in der Kleinen Wallstraße. Beginn der täglichen Eintragung Schadows in den sogenannten Schreibkalendern, die er bis zum Tod fortführt.

1805
9. April Ernennung zum Vizedirektor der Akademie der Künste.
18. Juni Einzug der Familie in das neue Wohnhaus.
Oktober Modell für ein Luther-Modell.

1806
25. Februar Tod seines Schüler Carl Friedrich Hagemann (1773-1806), an dessen Stelle wird Ridolfo Schadow besoldeter Mitarbeiter.
12. Mai bis 20. Juni Studienreise zu zahlreichen mitteldeutschen Lutherstätten in Vorbereitung auf das geplante Luther-Denkmal.
24. Oktober französische Truppen besetzen Berlin; 27. Oktober Einzug Napoleons.
Einquartierungen im Schadow-Haus; vergebliche Bemühungen von Kunstwerken unter Vivant Denon zu verhindern. Folge von Zeichnungen zu dem nicht ausgeführten Relief
„Luthers Thesenanschlag“ für das geplante Luther-Denkmal.

1807
1. Januar Besuch des Kronprinzen Ludwig (I.) von Bayern in Schadows Werkstatt;
Auftrag zu Bildnisbüsten für die Walhalla.
22. Januar Tod der Schwester Charlotte in Memel.

1808
Bildnisbüsten der Söhne Ridolfo und Wilhelm.
Eigene Lebensbeschreibung in Meusels „Archiv für Künstler und Kunstfreunde“.

1809
Bestellungen von Reliefs für das Braunschweiger Schloss.
23. Dezember Rückkehr des Königspaares aus dem ostpreußischen Exil nach Berlin.

1810
Februar bis April schwere Erkrankung.
19. Juli Tod der Königin Luise von Preußen. Entwurf für ihr Grabmal. Rauch wird Schadow für das monumentale Grabdenkmal vorgezogen.
Ausführung der Reliefs für das Braunschweiger Schloss.
24. August Feier der silbernen Hochzeit.
2. Oktober Beginn des Lehrbetriebes an der neu begründeten Universität in Berlin.
3. November Abreise der beiden Söhne nach Rom.

1811
30. August Auftrag zum Relief „Apotheose der Königin Luise“.

1812
Im Februar Ernennung zum Mitglied der Akademie der Künste Wien.
Fertigstellung des Tonreliefs der „Apotheose der Königin Luise“ (Dorfkirche zu Paretz).
Intensive Studien nach lebenden Modellen im Abendaktsaal. Weibliche und männliche Aktreliefs („Adam und Eva“).

1813
16. März Kriegserklärung Preußens an Frankreich.
Eintritt Schadows in den Landsturm.
Oktober Völkerschlacht bei Leipzig.
1813-1815 Karikaturen auf Napoleon.

1814
30. März Einzug der Alliierten in Paris; Abdankung Napoleons.
30. Mai Erster Friede von Paris.
7. August Einzug Friedrich Wilhelms III. in Berlin.
Oktober Ernennung zum Mitglied der Akademie der Künste München.
22. November Gründung des Berlinischen Künstler-Vereins auf Mitinitiative Schadows.

1815
28. Februar Tod des Akademiedirektors Frisch, Vizedirektor Schadow wird kommissarischer Direktor.
1. März Rückkehr Napoleons von Elba.
Im April erste Beschäftigung mit dem Blücher-Denkmal für Rostock (Guss 1818).
18. Juni Schlacht von Belle-Alliance /Waterloo; 22. Juni endgültige Abdankung Napoleons.
4. Oktober Eröffnung der von Schadow im Akademiegebäude eingerichteten Ausstellung zurückgeführter Kunstwerke, von ihm auch der Katalog (Verzeichnis von Gemälde und Kunstwerken, welche durch die Tapferkeit der vaterländischen Truppen wieder erobert worden und auf Verfügung eines hohen Ministerii des Innern in den Sälen der Königl. Akademie […] ausgestellt sind, Berlin 1815).
In der Nacht vom 8./9. November Tod der Ehefrau Marianne.
20. November Zweiter Friede von Paris.

1816
26. Januar Ernennung zum Direktor der Akademie der Künste.
23. Januar bis 16. Februar Reise nach Weimar, mehrmaliges Zusammentreffen mit Goethe in Zusammenhang mit den Entwürfen zum Rostocker Blücher-Denkmal; Medaillonbildnis des Dichters.
Ab Sommer erneute Beschäftigung mit dem Luther-Denkmal.
3. bis 25. Oktober Reise nach Dresden, Begegnung mit Caspar David Friedrich (1774-1840).

1817
Im Frühjahr Eintritt seines Neffen Emil Wolff (1802–1879) in die Werkstatt.
9. März Eheschließung mit Henriette Rosenstiel.
Ab Mai Entwürfe zum Blücher-Denkmal für Breslau, der Auftrag ergeht jedoch 1818 an Rauch.
22. August bis 12. September Reise nach Wörlitz Dessau, Leipzig und Dresden.
31. Oktober Grundsteinlegung zum Lutherdenkmal in Wittenberg.
1817/18 Skulpturenschmuck für die Neue Wache. Studien zum Grabdenkmal für Graf und Gräfin Blankensee.
Seit Herbst Entwürfe zum Tafelservice des Herzogs von Wellington.

1818
7. Februar Geburt des Sohnes Richard, der am 22. August stirbt.
31. August bis 14. September Reise nach Rostock.

1819
Abreise seines Schülers Ludwig Wichmann (1788-1859) nach Rom.
21. Juni Geburt des Sohnes Felix. 7. August Ankunft der Söhne Ridolfo und Wilhelm aus Rom.
16. August Abreise nach Rostock zur Enthüllung des Blücher-Denkmals, dort schwer erkrankt;
am 6. Oktober wieder in Berlin.

1820
22. April Heinrich Kaehler (1804-1878) tritt als letzter Schüler in die Werkstatt ein.
Ab Mai Arbeit an den Bildnisbüsten von zehn Musikern für Schinkels Schauspielhaus.
1. bis 22. August Reise nach Dresden mit Ehefrau Henriette und Sohn Felix.
2. November in Mitau Heirat des Sohnes Wilhelm mit Charlotte Groschke.
Bildnisaufträge des Herzogs Ernst August von Cumberland.
1820/21 Christusstatue in Holz für die Marienkirche in Barth.

1821/22
16. August Geburt der Tochter Lida.
31. Oktober Enthüllung des Lutherdenkmals in Wittenberg (Baldachin von Schinkel).
Schiller- und Winckelmannbüsten für Franz Erwein Graf Schönborn-Wiesentheid.
Statuette Friedrichs II. mit den Windspielen (1822 gegossen).
Büste des „Kaffernprinzen“.

1822
31. Januar Tod des Sohnes Ridolfo in Rom.
22. Mai bis 3. Juni, 4. bis 17. August Reisen nach Wittenberg.
3. Oktober Emil Wolff verlässt die Werkstatt und reist nach Rom.
Wachsstatuette einer Tänzerin.
1822/23 Goethe-Büste.

1823
24. September bis 12. Oktober Reise mit seinem Bruder Rudolf nach Hamburg und Lübeck; in Lübeck Enthüllung seiner Tesdorpf-Büste.

1824
6. Januar Geburt seines ersten Enkelkindes Sophie, Tochter seines Sohnes Wilhelm.
22. Juli Geburt des Sohnes Julius.
12. Oktober Abreise nach Leipzig mit Bruder Rudolf.
Aufträge für das Bildhaueratelier werden immer seltener.
Grabmal Zimmermann für Königsberg.

1825
13. bis 15. August Künstlerfahrt nach Potsdam mit Angehörigen des Berlinischen Künstler-Vereins; Schadow gibt „Eine Reise-Beschreibung von Freiwilligen des Berlinischen Künstler-Vereins“ (o.O., o. J.) mit den Porträts der Teilnehmer heraus.
Es erscheint die von ihm edierte Veröffentlichung „Wittenbergs Denkmäler der Bildnerei und Malerei, mit historischen und artistischen Erläuterungen, herausgegeben von Johann Gottfried Schadow, Wittenberg 1825“.

1826
Im August verlässt sein letzter langjähriger Schüler Heinrich Kaehler die Werkstatt;
Weiterführung der von Kaehler angefangenen Figur „Ruhendes Mädchen“ als seine letzte Marmorarbeit.
Schadow experimentiert mit der Technik des Zinkdrucks.
3. September Geburt des Enkels Rudolf Schadow.
1. November Wilhelm verlässt endgültig das väterliche Haus, um als Direktor der Kunstakademie nach Düsseldorf überzusiedeln.
Ab Ende des Jahres weitere Bildnisbüsten für das Schauspielhaus.

1827
19. Februar Tod der Schwester Christiane Wolff.
9. März Tod seines Sohnes Julius im Alter von zweieinhalb Jahren.
1. Juli bis 30. August mit seiner Frau und den Kindern Felix und Lida Reise über Braunschweig und Hildesheim nach Bad Nenndorf zum Zwecke eines Kuraufenthaltes seiner Frau, Abstecher nach Hamburg und Kassel.
13. August Bestätigung der Wahl zum Stadtverordneten.

1830
Entwürfe zum Theseus-Relief für die Akademie der Künste (dort noch das kleine Tonmodell).
Herausgabe der „Lehre von den Knochen und Muskeln, von den Verhältnissen des menschlichen Körpers und den Verkürzungen“. In dreissig Tafeln zum Gebrauch bei der Königl. Akademie der Künste, Berlin 1830“.
26. Juni gemeinsam mit Wilhelm von Humboldt, Minister von Beyme, und Friedrich Zelter
Ernennung zum Ehrendoktor der Philosophie durch die Berliner Universität.

1832
2. September Tod der zweiten Frau Henriette.

1833
Im Sommer mehrwöchiger Aufenthalt im Seebad Warnemünde, Abstecher nach Bad Doberan und Rostock.

1834
Herausgabe des „Policlet oder von den Maassen des Menschen nach dem Geschlecht und Alter, mit Angabe der wirklichen Naturgrösse nach dem Rheinländische Zollstocke, Berlin 1834“.
20. Mai Feier seines siebzigsten Geburtstages.

1835
Im Juni mit Sohn Felix Reise nach Leipzig.
Herausgabe der „National-Physiognomiien oder Beobachtungen über den Unterschied der Gesichtszüge und die äußere Gestaltung des Kopfes, in Umrisse bildlich dargestellt
auf 29 Tafeln, als Fortsetzung des Policlet oder Lehre von den Verhältnissen des menschlichen Körpers, Berlin 1835“.
Im Dezember Mitglied des Sächsischen Vereins zur Erforschung und Erhaltung vaterländischer Altertümer.
Verleihung des Roten Adlerordens 2. Klasse mit Eichenlaub.

1836
Mitglied des Sankt-Lucas-Vereins Potsdam.
Umbenennung der Kleinen Wallstraße in Schadowstraße.
Im Sommer Staroperation.

1837
23. Mai bis 26. Juli mit den Kindern Felix und Lida Reise über Halberstadt und Braunschweig nach Düsseldorf; Rückreise über Köln Bonn, Koblenz, Mainz, Frankfurt, Marburg, Kassel, Eisenach, Gotha Erfurt und Leipzig.

1838
26. Januar Verleihung des Roten Adlerordens 2. Klasse mit Brillanten anlässlich seiner 50jährigen Mitgliedschaft in der Akademie der Künste.
Im Sommer Reise nach Dresden mit Bruder Rudolf und Sohn Felix; der Bruder stirbt dort am 22. Juli.
28. Oktober Heirat der Tochter Lida mit dem Maler Eduard Bendemann; Umzug der Tochter nach Dresden.

1839
Schadows Antrag, ihn aus Altersgründen in den Ruhestand zu versetzen, wird abgelehnt.
Zu seiner Entlastung wird der Posten des Vizedirektors wieder besetzt.
Im Juli/August Reise nach Dresden, dort Erkrankung.
1. Dezember Geburt des Enkels Gottfried Bendemann.

1840
März/April Kontroverse mit Adolph Menzel über die Illustrationen in Franz Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“.
Im Juni Mitglied des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.
7. Juni Tod Friedrich Wilhelms III., Friedrich Wilhelm IV. wird preußischer König.

1841
Im Mai Reise nach Dresden.
20. Juni Geburt der Enkelin Marie Bendemann.

1842
Im Mai Verleihung des Ordens pour le mérite für Wissenschaft und Kunst.
20. Januar wird sein Sohn Wilhelm als von Schadow-Godenhaus in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben.
Im Juni Ernennung zum ordentlichen Mitglied der Kunstakademie Kassel.

1844
1. Januar Geburt des Enkels Ernst Bendemann.
20. Mai „Das Schadowfest“ anlässlich seines 80. Geburtstags. Im Oktober Verleihung
des schwedischen Nordstern-Ordens durch König Oskar von Schweden.
1844/45 die Statuette der „Weinsbergerin“ als letzte plastische Arbeit.

1845
Im Januar Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Pariser Académie des Beaux-Arts.
2. Mai Enkelin Sophie von Schadow-Godenhaus heiratet Richard Hasenclever.
Vorarbeiten zur Veröffentlichung eines vom Kultusministerium geförderten Tafelwerkes von Schadows bedeutendsten Skulpturen.

1846
10. Februar wird Anna von Schadow-Godenhaus, Schadows erste Urenkelin, geboren.
Im März Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Künste Brüssel.
Im Juli Reise nach Dresden.

1847
Dezember Ernennung zum Mitglied der Akademie der Künste Dresden.

1848
Im Februar Mitglied der Großen Karnevalsgesellschaft Köln.
8. Mai Geburt des Enkels Felix Bendemann.
Verleihung des Sterns zum Roten Adlerorden 2. Klasse.

1849
Herausgabe der Lebenserinnerungen „Kunst-Werke und Kunst-Ansichten, Berlin 1849“.

1850
27. Januar stirbt Schadow in Berlin und wird auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof vor dem Oranienburger Tor bestattet; am Trauerzug nimmt auch der preußische König Friedrich Wilhelm IV. teil.
27. Februar Gedächtnisfeier im Saal der Sing-Akademie.
20. Mai 1851 wird auf dem Grab die Bronzestatuette Schadows nach Heinrich Kaehlers Modell von 1825/26 aufgestellt.