Liebe Mitglieder und Freunde der Schadow Gesellschaft Berlin e. V.! 

In den vergangenen Jahren haben wir die Adventszeit stets unter den Augen Schadows begangen, und zwar bei einer Adventfeier in der Kapelle Horst in der Prignitz. Da eine solche Feier diesmal nicht stattfinden kann, möchten wir von hier aus viele Grüße an die Gemeinde Heiligengrabe und an unsere Mitglieder Ingrid und Eberhard von Lewinsky senden. Sie sorgen sich nicht nur um Schadows Grabmal für Hans von Blumenthal, sondern sie kümmern sich auch weiterhin um die denkmalgerechte Ausstattung der Kapelle.

Der diesjährige Jahresrückblick der Schadow Gesellschaft Berlin e.V. ist so ungewöhnlich wie das Jahr 2020 selbst, denn alle von uns geplanten Aktivitäten fielen aus  –  bis auf die Mitgliederversammlung im Februar. Sehr schade ist es, dass es sich nicht mehr ergeben hat, gemeinsam die im Oktober 2020 nach acht Jahren der Renovierung wiedereröffnete Friedrichwerdersche Kirche mit der von Dr. Ralph Gleis und Dr. Yvette Deseyve kuratierten Ausstellung „Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie“ zu besichtigen. 

Auch das seit einem Jahr von uns geplante große Projekt der Restaurierung des Schadowschen Münzfrieses ist momentan ins Stocken geraten. Der bisherige Direktor der Staatlichen Münze Berlin, Dr. Andreas Schikora, wird sein Amt an Jürgen Stolz übergeben, der die schon sehr weit gediehene Kooperation mit der Schadow Gesellschaft Berlin nicht fortsetzen kann. Trotzdem möchten wir an dieser Stelle danken: allen, die bisher für die Restaurierung des Münzfrieses gespendet haben, Herrn Dr. Schikora von der Münze für seine Ideen und sein Entgegenkommen als Projektträger sowie Frau Dr. Deseyve von der Alten Nationalgalerie, die als Besitzerin dieses bedeutenden Schadow-Werkes entscheidende Weichen für das Projekt gestellt hat. 

2019 tauchten im Kunsthandel drei von Schadows Druckplatten aus der Zeit um 1784 auf – die kleinen Radierungen zeigen Schadows Ehefrau Marianne, eine Theaterszene nach Shakespeare und eine Familiengruppe beim Kaffeetrinken. Neben einigen Porträts und Buchillustrationen gehören sie zu den ersten Graphiken in Chodowieckischer Manier, die der kaum 20-jährige Schadow noch vor seinem

Italienaufenthalt 1785-1787 anfertigte. Glücklicherweise konnte ein Vereinsmitglied, der Hallenser Künstler Moritz Götze, die Kupfer-Platten erwerben und hat jetzt die Radierungen in einem Original-Grafik-Kalender für 2021 neu gedruckt.

Wir freuen uns über diesen originellen Kalender, an dem Schadow beteiligt war. Für das Jahr 2021 verbindet sich damit die Hoffnung auf einige Lichtblicke in schwierigen Zeiten. Vielleicht gelingt es doch, dass wir mit Ihnen wieder Ausstellungen und Ateliers besuchen können oder sogar auf Exkursionsfahrt gehen. Die alljährliche Mitgliederversammlung ist jedenfalls vorerst für Mai 2021 geplant.   

Im Namen von Vorstand und Kuratorium der Schadow Gesellschaft Berlin e.V. wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Wechsel in das Jahr 2021, und dazu natürlich vor allem Gesundheit, Mut und Kraft! 

Recht viele herzliche Grüße

Ihre Dr. Claudia Czok                                     Ihr Klaus Gehrmann
Vorstandsvorsitzende                                   Geschäftsführer

 

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Zum Weiterlesen:

 https://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Heiligengrabe/Restaurierung-der-Kapelle-Ziellinie-ist-in-Sicht

https://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Heiligengrabe/Kapelle-in-Horst-bekommt-ihr-500-Jahre-altes-Gestuehl-zurueck

https://www.smb.museum/nachrichten/detail/wiedereroeffnung-der-friedrichswerderschen-kirche-am-27-oktober-2020/

https://schadow-gesellschaft-berlin.de/256-geburtstag-schadows/

https://shop.schneeschnee.de/product/grafikkalender-beck-gotze-schadow-westermann